Demnächst in den Kinos in Solothurn
KISS & KILL

Start 16. September
Komödie mit Katherine Heigl und Ashton Kutcher über einen vermeintlich perfekten Ehemann, der ein gejagter Geheimagent ist.
Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) hat die Schnauze voll von den Männern, denn bei ihr reiht sich eine gescheiterte Beziehung an die andere. Doch ausgerechnet im gemeinsamen Urlaub mit Mutter (Catherine O'Hara) und Vater (Tom Selleck) an der Côte d'Azur trifft sie auf den unverschämt charmanten Spencer Aimes (Ashton Kutcher). Dass der nette Strahlemann nicht genau der ist, den er vorgibt zu sein, erfährt sie allerdings erst nach drei Jahren Ehe. Dann machen plötzlich mehrere Nachbarn und Arbeitskollegen Jagd auf ihren Göttergatten. Denn der war einst der beste Killer der CIA und wird nun von seiner Vergangenheit eingeholt. So wird die herausgeputzte Vorstadt plötzlich zum Schlachtfeld von Killern und Spionen.
FRONTIER BLUES

MO 20.09. - MI 22.09.
SO 26.09. - MI 29.09.
20.30 Uhr
SO 19.09. keine Vorstellung...
"Willkommen im Land von Liebeskummer und Traktoren", sagt eine der Figuren in «Frontier Blues», der in der Provinz Golestan an der iranisch-turkmensischen Grenze angesiedelt ist, in kargen Steppen am Kaspischen Meer. Ein herrlich-lakonisches Stück Kino aus der iranisch-turkmenischen Grenzregion. Aki Kaurismäki und Jim Jarmusch lassen grüssen.
Alam ist ein 28-jähriger Turkmene, der bei seinem Vater lebt und auf einer Hühnerfarm arbeitet. Er lernt Englisch im Selbststudium, denn er will ein Mädchen namens Ana heiraten und sie nach Baku holen. Hassan ist ein 28-jähriger Iraner, der bei seinem Onkel lebt. Seine einzigen und ständigen Begleiter sind ein Esel und ein Kassettengerät. Hassans Onkel Kazem besitzt einen Kleiderladen, aber die Kleider, die er verkaufen will, scheinen nie jemandem zu passen. Ein 55-jähriger turkmenischer Balladensänger ist das Sujet eines Fotobandes von einem Fotografen aus Teheran, dessen Frau vor vielen Jahren von einem Schafhirten mit einem grünen Mercedes verschleppt wurde.
«In langen statischen und distanzierten Einstellungen vermittelt Jalali überzeugend den Stillstand des Lebens in dieser Region und dieser Männer sowie die Hoffnungslosigkeit ihrer Ausbruchssehnsüchte. Spröde ist das und von einer rauen Poesie, die sich auch aus der kargen steppenhaften Landschaft entwickelt, und doch fehlt diesem trocken inszenierten und auch im ebenso reduzierten wie präzisen Musikeinsatz überzeugenden Film, der teilweise an Hiner Saleems «Wodka Lemon» erinnert, nicht ein Moment des ganz leisen, wenn auch verzweifelten und bitteren Humors.» Walter Gasperi, kultur-online.net
«Frontier Blues zeigt Ausrisse aus vier Leben, in denen nicht viel passiert. Er zeigt Menschen, die darauf warten, dass der Himmel grün wird. Oder die Erde blau. Oder das wenigstens mal jemand stirbt. "Bei uns gibt es keine Beerdigungen und es gibt keine Hochzeiten", klärt einmal der Barde den Fotografen auf. Schön aber, dass es diesen wunderbaren Film gibt.» outnow.ch
«Es würde mich nicht wundern, diesen Film in einer Apotheke zu finden. Als ich ihn sah, sank mein Blutdruck, kippte mein Kopf nach hinten, klappten meine Lider zu. Als ich das Kino verliess, war ich glücklich, als hätte ich Muntermacher geschluckt. «Frontier Blues» ist ein Schlafmittel mit positiven Nebenwirkungen. Ein Film so langsam wie eine Zeitlupe, so still wie ein Stummfilm, so schön wie ein Bildband. Als wäre Jim Jarmusch in den Nahen Osten ausgewandert, um seine Gestalten dort durchs Hinterland ziehen zu lassen. Schweigsame Gestalten ohne Ziel, doch begleitet von einem Soundtrack so herb und sanft wie die Gegend.» Florian Leu, Berner Zeitung
AZZURRO

cinedolcevita
Do, 16. Sept. 14.30h
Italienisch d/f Untertitel, 83 Min.
Der 75-jährige Giuseppe De Metrio hat 30 Jahre seines Berufslebens in der Schweiz verbracht. Heute wohnt er im Kreis seiner Familie in Apulien. Den Sinn des Lebens sieht er in Carla, seiner 7-jährigen Enkelin, die infolge einer Krankheit erblindet ist. Die ganze Familie hofft, dass Carla sich eines Tages einer Hornhaut-Transplantation unterziehen kann. Doch diese Operation kostet Geld, viel zuviel Geld für eine Familie wie die De Metrios. Giuseppe verbringt seine gesamte Zeit damit, das Geld zusammenzusuchen, das seiner geliebten Enkelin das Augenlicht wiederschenken könnte. Eines Tages beschliesst er, in die Schweiz zurückzukehren und seinen früheren Arbeitgeber um das für die Operation notwendige Geld zu bitten…
LADIES NIGHT Vorpremiere

Vorpremiere von EAT PRAY LOVE
22. September / 20.15 / Deutsch
ab 19.15 gratis Welcome-Drink...
Ab 23.9. im Hauptprogramm im Kino PALACE.
Vefilmung des gleichnamigen Buchs von Elizabeth Gilbert.
Liz Gilbert hatte alles, wovon eine Frau heutzutage träumt oder zumindest träumen sollte - einen Mann, ein Haus, eine erfolgreiche Karriere. Trotzdem fühlte sich Liz - wie viele andere Frauen auch - irgendwie verloren und ziellos. Als ihre Ehe geschieden wird, steht Liz plötzlich an einem Scheideweg: Sie beschließt, alles zu riskieren und ihr altes, wohlgeordnetes Leben hinter sich zu lassen, indem sie zu einer Reise rund um die Welt aufbricht, die zu einer Suche nach sich selbst wird. In Italien entdeckt sie die Kunst des Genießens und welch großes Vergnügen einem gutes Essen bereiten kann. In Indien lernt sie die Macht der Meditation kennen und in Bali erfährt sie, zu guter Letzt und völlig unerwartet, dass wahre Liebe inneren Frieden und Ausgeglichenheit beschert.
DINNER FÜR SPINNER

Start 23. September
Die neue Komödie von „Meine Braut, ihr Vater und ich“-Macher Jay Roach erzählt die Geschichte des aufstrebenden Managers Tim (Paul Rudd), der gerade seine erste Einladung zum sogenannten „Dinner für Spinner“ erhalten hat – ein monatlicher Event seines Chefs, bei dem man sich Pluspunkte und andere Vorteile verschaffen kann, indem man mit dem grössten Idioten auftaucht. Tims Verlobte Julie ist entsetzt und findet die Idee absolut geschmacklos, also ist Tim entschlossen, das Abendessen abzusagen. Doch dann lernt er Barry (Steve Carell) kennen, einen Angestellten der Steuerbehörde, der in seiner Freizeit ausgeklügelte Schaukästen mit ausgestopften Mäusen bastelt. Sofort ist ihm bewusst, dass er einen Volltreffer gelandet hat: So ein Spinner ist ihm noch nie über den Weg gelaufen!
Tim lädt Barry als Ehrengast zum „Dinner für Spinner“ ein. Und löst damit eine Kette unvorhergesehener Ereignisse aus, die sein Leben auf den Kopf stellen, einen sicher geglaubten Deal seiner Firma gefährden, Tims durchgeknallte Ex-Freundin Darla auf den Plan rufen und Julie – wie er glaubt – einem anderen Mann in die Arme treiben…
Mit den ersten beiden AUSTIN POWERS-Filmen und MEINE BRAUT, IHR VATER UND ICH-Reihe hat Jay Roach Komödiengeschichte geschrieben. Jetzt legt der Spezialist für intelligente Comedy und unbeschwerte Lacher noch einmal nach: Sein Remake des französischen Sensationserfolgs „Dinner für Spinner“ bietet den beiden Topstars Paul Rudd („Trauzeuge gesucht“) und Steve Carell („Get Smart“) Gelegenheit, in einem unglaublich witzigen Film ihr ganzes Talent auszuspielen.
EAT PRAY LOVE

Start 23. September
LADIES NIGHT
VORPREMIERE AM 22.9. im Kino CAPITOL
Vefilmung des gleichnamigen Buchs von Elizabeth Gilbert.
Liz Gilbert hatte alles, wovon eine Frau heutzutage träumt oder zumindest träumen sollte - einen Mann, ein Haus, eine erfolgreiche Karriere. Trotzdem fühlte sich Liz - wie viele andere Frauen auch - irgendwie verloren und ziellos. Als ihre Ehe geschieden wird, steht Liz plötzlich an einem Scheideweg: Sie beschließt, alles zu riskieren und ihr altes, wohlgeordnetes Leben hinter sich zu lassen, indem sie zu einer Reise rund um die Welt aufbricht, die zu einer Suche nach sich selbst wird. In Italien entdeckt sie die Kunst des Genießens und welch großes Vergnügen einem gutes Essen bereiten kann. In Indien lernt sie die Macht der Meditation kennen und in Bali erfährt sie, zu guter Letzt und völlig unerwartet, dass wahre Liebe inneren Frieden und Ausgeglichenheit beschert.
HANNI UND NANNI

Start 23. September
Die legendären Zwillinge Hanni und Nanni haben Generationen von Mädchen begeistert und nun endlich wurden ihre lustigen, mitreißenden Streichefürs Kino verfilmt. Mit den Neuentdeckungen Sophia und Jana Münster in den Titelrollen und hochkarätigen deutschen Stars wie Hannelore Elsner, Heino Ferch, Suzanne von Borsody, Anja Kling, Katharina Thalbach und Oliver Pocher erwacht Enid Blytons Kultbuchserie zu neuem frischen Leben.
Diesmal haben Hanni und Nanni den Bogen deutlich überspannt. Was als Wette begann, endet in einer wilden Verfolgungsjagd quer durch ein Luxuskaufhaus und zu guter Letzt werden sie auch noch des Diebstahls beschuldigt. Die Zwillinge fliegen von der Schule und werden von ihren Eltern ins Internat „Lindenhof“ gesteckt. Dort beginnt für die beiden ein ganz neues Leben. Während die sanftmütigere Nanni erste Freundschaften knüpft, tut sich die hitzköpfige Hanni mit der Eingewöhnung schwer. Und als das „Lindenhof“-Hockeyteam gegen die JoCats, das Team ihrer alten Schule, antreten soll, kommt es zu einer ersten Zerreißprobe und Hanni und Nanni müssen sich entscheiden. Dabei hilft ihnen eine unerwartete Entdeckung. Und als der „Lindenhof“ auch noch in Gefahr gerät, wird Hanni & Nanni endgültig klar, dass sie hierher gehören. Sie hecken einen mutigen Rettungsplan aus...
Seit den 60er Jahren haben die Abenteuer der berühmtesten Zwillinge der Welt einen Stammplatz in den Bücherregalen deutscher Kinderzimmer, wo der Erfolg von Enid Blytons Kinderbuchserie sogar noch größer ist als in ihrer englischen Heimat. Im modernen Gewand erobern die frechen Späße und turbulenten Erlebnisse von Hanni und Nanni jetzt endlich auch die große Leinwand - perfekte Unterhaltung für kleine und große Mädchen!
TANGOS - EL EXILIO DE GARDEL

SO 26.09.
17.00 Uhr
Fernando Solanas / Argentinien
1985, 121 Min., Spanisch / dt. + frz. UT
trigon-film präsentiert:
«Das Argentinische Kino»
im Zusammenhang mit den kommenden
Argentinischen Literaturtagen Zofingen
vom 15. - 17. Oktober 2010
Eine Auswahl von sechs Filmen werden in den kommenden Wochen, einmalig, jeweils sonntags, im Kino im Uferbau Solothurn vorgestellt.
Der Filmemacher Fernando Solanas gehört zu den Schlüsselfiguren im Kino. Der Argentinier hat die Filmgeschichte seines Kontinents geprägt und mit seinem frühen Filmmonument «La hora de los hornos» (Die Stunde der Hochöfen) ein epochales Werk gestaltet und seine Filmerkollegen zu Widerstandskraft ermutigt. «Tangos - el exilio de Gardel» ist ein Film der Sehnsucht, des Tanzes, des Tangos, der Liebe und des Heimwehs. Eine vom Militärputsch 1976 wie Solanas ins Pariser Exil vertriebene argentinische Tanzgruppe probt in diesem Spielfilm eine Tanguedia, eine Mischung aus Tragödie und Komödie auf Basis des Tangos, Solanas selber tritt als «Angel» (Engel) auf. Die Inszenierung kommt wegen verschiedenster Schwierigkeiten zu keinem Abschluss.
Musikalische Struktur und stilisierte Gestaltung ergeben einen ästhetisch eindrucksvollen Film, dessen Episoden durch hervorragende tänzerische und schauspielerische Leistungen und durch die betörende Tangomusik von Astor Piazzolla verklammert werden. «Tangos» wurde von Fernando Solanas noch im Exil gedreht, in das er vor der Militärdiktatur in seiner Heimat fliehen musste. Er präsentierte den Film damals an der Mostra del Cinema in Venedig, wo er gefeiert wurde als eines der grossen Werke zum Thema Exil. Der Argentinier skizziert mit inszenatorischer Eleganz und dem wunderbaren Astor-Piazzolla-Score die emotionalen Widersprüche des Exils.
Der Tango ist omnipräsent, nicht nur auf der Tonspur - Piazzollas unvergängliche Bando-neonklänge beschwingen auch das Bild. Die Kamera bewegt sich, als würde sie zum Tango antreten, gleitet, hält inne und fest. Sie lässt uns spüren, wie sehr da die Kunst und das Leben zu einem verschmelzen und am Seineufer oder in den Jugendstildekors von Paris ein Stück argentinischer Heimat evozieren. Wie kann man mit zuhause in Berührung kommen, ohne da zu sein, ist eine der zentralen Fragen. Und eine unmissverständliche Antwort lautet: Über die Kultur, über das, was uns verbindet und zusammenschweisst, selbst über grosse Distanzen hinweg. Und so ist denn «Tangos» ein Augen- und ein Ohrenschmaus.
«Eine vom Militärputsch 1976 ins Pariser Exil vertriebene argentinische Tanzgruppe probt eine Tanguedia ein, eine Mischung aus Tragödie und Komödie auf der Grundlage des Tangos. Die Inszenierung kommt jedoch zu keinem Abschluss: der in Argentinien zurückgebliebene Autor, der den Text in Bruchstücken liefert, verstummt vor dem Ende, der französische Regisseur kommt mit der Mentalität der Truppe nicht zurecht, die Argentinier leiden an der Trennung von der Heimat und am Verlust der verschleppten Familienangehörigen. Ein ästhetisch eindrucksvoller, eindringlich und konsequent durchgeformter Film, der sich insbesondere durch seine stilisierte Gestaltung und musikalische Struktur auszeichnet. Die in Episoden und Fragmente zerfallende Geschichte wird zusammengehalten von hervorragenden tänzerischen und schauspielerischen Leistungen und von der meisterhaften Tangomusik.» LEXIKON DES INT. FILMS
«Das Exil als Konstante in der Geschichte Südamerikas bildet das Thema schlechthin von Tangos. Exil aber nicht nur in der primären Bedeutung von Zwang zur Auswanderung aus politischen Gründen, Exil vielmehr auch als Metapher für die Sehnsucht, die wiederum in den melancholischen Klängen der Tangos und Milongas ihre Entsprechung findet.» NZZ
LOLA

SO 03.10. - MI 06.10.
SO 10.10. - MI 13.10.
20.30 Uhr
Brillante Mendoza / Philippinen,...
In Manila kreuzen sich die Wege von zwei philippinischen Grossmüttern, ohne dass sie die Begegnung gesucht hätten. Die eine hat ihren Enkel durch eine Gewalttat verloren, die andere kämpft für die Freilassung ihres Enkels, der der Tat verdächtigt wird. Die beiden Lolas (Grossmütter) werden sich arrangieren, weil das Leben auch so schon schwierig genug ist.
Mit «Lola» von Brillante Mendoza gelangt erstmals ein Film aus dem fernen pazifischen Archipel in die Schweizer Kinos. Der Name des Regisseurs mag spanisch klingen, was darauf hindeutet, wer hier einst erobert und kolonialisiert hatte. Mendoza hat in den letzten Jahren viel von sich reden gemacht in Cannes und Venedig mit Filmen, die an die Grenzen des Darstellbaren gingen beim Versuch, die Wirklichkeit von den Rändern der Gewalt her filmisch zu fassen. Dabei hat der engagierte Filmemacher einen eigenen Stil entwickelt, um dem Spekulativen zu entgehen. Es ist, als würde er mit seiner Kamera in zwischen den tiefsten gesellschaftlichen Riffs seiner Heimat tauchen und uns dabei ganz einfach teilhaben lassen an dem, was er da wahrnimmt
Dabei ist auch LOLA, sein berührendes Meisterwerk um die beiden Grossmütter im Sturm und Regen Manilas, eine inszenierte Wirklichkeit, die von einer Nähe lebt, die keine gespielte ist. Kein verführerisches Identifikationskino, vielmehr ein Ausschnitt Leben aus einem Ausschnitt Welt: Bewegt und bewegend aus sich heraus.
Walter Ruggle
«Wie seine bisherigen Arbeiten ist auch sein jüngster, in Venedig gefeierter Film Lola eine Reise ins Herz und in die Abgründe der philippinischen Gesellschaft ... In Lola ist Mendozas Kino eines der physischen Gegenwärtigkeit. Man glaubt den Tropensturm zu spüren, der den Großmüttern den Regen ins Gesicht peitscht, während der Straßenlärm ihnen die Sinne raubt. Man glaubt zu riechen, wie sich der Dampf der verdunstenden Wolkenbrüche mit dem Gestank des Unrats in den Straßen mischt. Und man glaubt die Altersmühsal der Heldinnen in den eigenen Knochen zu fühlen, wenn ihre Langsamkeit der Hektik von Manila nicht mehr gewachsen ist. Dabei scheint die Kamera förmlich an den beiden Frauen zu kleben. Mit langen Einstellungen lädt sie zu genauer Betrachtung ihrer ärmlichen Häuser, ihrer langen Fußwege zum Gericht, ihrer Bootsfahrten zu den Nachbarn, wo sie um Beigaben bitten.» Die Zeit
«In Lola überzeugt Mendoza erneut mit seinem Sinn fürs Detail. So wird die Haupthandlung nicht selten durch Episoden unterstützt, die nicht unbedingt etwas mit ihr zu tun haben, wie beispielsweise das Zusammenschlagen eines Taschendiebs durch die Zeugen, oder die Freude der trauernden Familie als sie im Wasser unter ihrer Wohnung am Fluss Fische findet, und sich dadurch eine verhältnismäßig exklusive Mahlzeit gönnt, wie das auf ein Schulkind Angewiesen-Sein der Familie des Mörders, um einen Brief vom Gericht entziffern zu können, und wie die Episode, in der Lola Nepa im Gericht vor der geschlossenen Tür der nicht funktionierenden Toilette der Ausweglosigkeit ihrer Situation in einem einzigen Moment Ausdruck verleiht.» negativ-film.de
«Keine Schnörkel, keine Beschönigungen kennt dieser Film, entwickelt in seinem unverfälschten Blick auf die großartig besetzten Protagonisten eine Wahrhaftigkeit, die ihn in eine Reihe mit den Meisterwerken des italienischen Neorealismus stellt. Ohne je penetrant zu werden und in Sozialkitsch oder Sentimentalität abzugleiten ...Mendozas Film ist ein zutiefst bewegendes Plädoyer für Mitmenschlichkeit!» kultur-onlin.de
THE LAST EXORCISM

Start 30. September
Der weit gereiste Prediger Cotton Marcus wird von Schuldgefühlen geplagt. Seine Teufelsaustreibungen sind reine Illusion, doch seine bibeltreuen Anhänger glauben an ihn und zahlen gut für seine Arbeit. Bei einem letzten Exorzismus will er den Schwindel durch ein Fernsehteam aufdecken lassen. Die Mission führt sie in den Süden der USA, wo die Farmerstochter Nell vom Teufel besessen zu sein scheint. Die Show beginnt, doch nicht wie Marcus geplant hatte. Eine dunkle Macht offenbart sich Marcus und dem Team und ihm muss schnell etwas einfallen, um Nell, sein Team und sich selbst vor diesem Dämon zu retten.
UN LUGAR EN EL MUNDO

SO 03.10.
17.00 Uhr
Adolfo Aristarain / Argentinien
1992, 120 Min., Spanisch / dt. + frz. UT
trigon-film
«Das Argentinische Kino»
im Zusammenhang mit den kommenden
Argentinischen Literaturtagen Zofingen
vom 15. - 17. Oktober 2010
Eine Auswahl von sechs Filmen werden in den kommenden Wochen, einmalig, jeweils sonntags, im Kino im Uferbau Solothurn vorgestellt.
Es gibt im Film des Argentiniers Adolfo Aristarain eine mehrfach wiederkehrende Szene, in der ein Knabe mit einer Pferdekutsche gegen die Eisenbahn um die Wette fahren. Er rast dabei nicht nur auf dem holprigen Weg neben dem Zug dem Geleise entlang, er will auch noch beim fernen Bahnübergang der erste sein. Das geht, bisweilen knapp, immer gut aus. Ein Rennen in der Zeit gegen die Zeit, ein Rennen, bei dem die Vergangenheit es noch einmal mit der Gegenwart aufnehmen kann. Die Vergangenheit, genauer: Die Tage der Jugend im argentinischen Bergdorf San Luis, stehen im Mittelpunkt von "Un lugar en el mundo". Ernesto (Gaston Batyi), ein Städter, der mit seiner Mutter in Buenos Aires lebt, kehrt in jenes Dorf zurück, in dem er aufgewachsen war, wo ein Grossgrundbesitzer herrschte und die Suche nach Erdöl einen anderen Menschenschlag in den verlassenen Flecken verschlug.
Adolfo Aristarain, der bei uns am ehesten noch mit seiner 1981 herausgekommenen Marquez-Adaptation "Tiempo de revancha" bekannt ist, versucht, in diese Vergangenheit vorzudringen. Es sind die Orte, die in seinem Film das Gewesene evozieren, die die Bilder wieder auftauchen lassen und in den Bildern die Menschen. So lange ist es gar nicht her, seit Ernesto mit dem spanischen Geologen Hans das Wettrennen gegen die Zeit veranstaltet hatte. Hans, ein abgeklärt wirkender ehemaliger Politaktivist, und Ernestos Vater Mario waren gegensätzliche Naturen: Der letztere ein Idealist, der sich für die Kooperative einsetzte und für die Rechte der Bauern. Der erstere, ein Ironiker, der für den Idealismus nur ein Staunen übrig hat. "Wenn wir den Krieg nicht gewinnen können", meint Ernestos Vater einmal, "so können wir zumindest eine Schlacht gewinnen."
Der Torbogen steht noch immer da, an den Landschaften hat sich nichts verändert. So tauchen im Bewusstsein des mittlerweile dreissigjährigen Mannes etwa anhand eines eingeritzten Spruches die Erinnerungen wieder auf, und der Torbogen, auf dem der Spruch sich immer noch findet, ist am Anfang und am Ende einem Rahmen gleich da. "Un lugar en el mundo" zählte zu den Vorboten eines erstarkenden argentinischen Kinos, das sich neben dem mexikanischen damals als einziges auf dem lateinamerikanischen Kontinent halbwegs behaupten konnte. Bei den Argentiniern hatte der Film eingeschlagen, und wenn man sah, wie dünnhäutig die europäische Adaptation eines lateinamerikanischen Buches im Kino werden konnte (Das Geisterhaus), so war man glücklich, ein direktes Bild zu erhalten.
Aristarain lebte jahrelang im spanischen Exils und gehört der Generation der Heimkehrer an, die nach der Demokratisierung im Land und nach dem Abgang des Militärs erfahren haben, wie es um die einst hochgehaltenen Ideale bestellt ist. Begriffe wie Ehre, Würde und Gerechtigkeit erscheinen in seinem Film denn auch wie das Echo aus einer anderen Epoche. Er glaube nicht, hat Aristarain in San Sebastian gesagt, dass "die Ideologien und die Utopien tot sind." Die Nostalgie, die seinen Film prägt, liess dies bereits ahnen.
Walter Ruggle
SENNENTUNTSCHI

Start 14. Oktober
Während einem Trauermarsch in einem kleinen Bergdorf taucht plötzlich eine fremde,
verwirrte Frau auf, die fortan die ländliche Idylle bedroht. Die vermeintliche Idylle hat
es hier aber auch vor der Ankunft der Fremden eigentlich nicht gegeben. In der
abgeschiedenen Provinz herrschen Dämonenglaube, Inzest und fanatische Frömmelei. Hier ist nichts wie es scheint, jede Wahrheit hat einen doppelten Boden und jedes Ereignis eine schreckliche Spiegelung. Selbst die Liebe kann zum Tor zur Hölle werden.
Fast schien jede Hoffnung verloren, den Film jemals auf der Leinwand zu sehen. Michael Steiners Alpensaga schafft nach massiven Geldproblemen nun doch noch den Sprung in die Kinos. Als Sennen sind Joel Basman und Carlos Leal zu sehen, die stumme Titelrolle wird von der Französin Roxane Mesquida gespielt.
WALL STREET: MONEY NEVER SLEEPS

Start 21. Oktober
Nach dem Ende seiner langjährigen Haftstrafe muss Gekko (Michael Douglas) feststellen, dass er kein Player der Wall Street Welt ist, die er einst dominierte. Um die kaputte Beziehung zu seiner Tochter Winnie (Carey Mulligan) zu kitten, verbündet er sich mit deren Verlobten Jacob (Shia LaBeouf), einem jungen Investment Banker. Dieser beginnt in Gordon Gekko eine Art Vaterfigur zu sehen. Aber Jacob muss schon bald auf schmerzliche Weise lernen, dass Gekko immer noch ein Meister der Manipulation und keineswegs gewillt ist, seinem früheren Lebenswandel abzuschwören...
DUE DATE

Start 4. November
Hangover hat einen Nachfolger. Regisseur Todd Philipps schickt dieses Mal Robert Downey jr. und Zach Galifianakis in ausweglose Situationen.
Peter Highman (Robert Downey Jr.) wird bald Vater. Er ist auf dem Weg zu seiner Frau, die in ein paar Tagen das gemeinsame Kind zur Welt bringen wird. Auf dem Weg dorthin trifft er den Anhalter und angehenden Schauspieler Ethan Tremblay (Zach Galifianakis) und zeigt sich freimütig, ihn mitzunehmen. Hätte er gewußt, was alles auf ihn zukommt, hätte er sich wahrscheinlich anders entschieden, aber so nimmt ein unendliches Chaos seinen Lauf…
Regie bei Due Date führt Todd Philips, der Macher von Hangover. Der Filmemacher hat schon in seiner letzten Komödie bewiesen, dass er ein Gespür für witzige Situationen hat. Auch bei Due Date jagt er seine beiden Hauptdarsteller von einer chaotischen Situation in die nächste. Mit dabei ist außerdem Jamie Foxx.
THE SWITCH

Start 11. November
Die Single-Frau Kassie (Jennifer Aniston) entschließt sich, trotz Einwände ihres besten, durchaus neurotischen Freundes Wally (Jason Bateman) schwanger zu werden - auch wenn das bedeutet, es auf eigene Faust zu tun und zwar mit Hilfe eines sympathischen und überaus gutaussehenden Samenspenders (Patrick Wilson). Ohne dass Kassie es ahnt, läuft bei der Befruchtung jedoch etwas schief, was allerdings erst sieben Jahre später ans Licht kommt, als Wally den süßen - durchaus leicht neurotischen - Sohn von Kassie kennenlernt.
LITTLE FOCKERS

Start 23. Dezember
Die Komödie rund um Ex-Geheimdienstler Jay Burns alias Rober De Niro und seinen aufmüpfigen Schwiegersohn Gaylord Focker (Ben Stiller) geht weiter.
Nach dem Grosserfolg Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, in der die Eskapaden der zum ersten Mal aufeinander treffenden Eltern und Schwiegereltern im Mittelpunkt stehen, wird nun dem Nachwuchs der Familie Focker ein Film mit dem vorläufigen Titel Little Fockers gewidmet.



