CENTAUR

SO 25.06. | 20.30 Uhr
MO 26.06. | 20.30 Uhr
DI 27.06. | 20.30 Uhr
MI 28.06. | 20.30 Uhr
SO 02.07. | 20.30 Uhr
MO 03.07. | 20.30 Uhr
DI 04.07. | 20.30 Uhr
MI 05.07. | 20.30 Uhr
 
von AKTAN ARYM KUBAT / Kirgisistan
2016, 89 Min., Kirgisisch / dt. UT

 

Berlinale 2017  |  Panorama

CICAE Art Cinema Award

Mooov Filmfestival Belgien

CANVAS Award for the best film

 

Pferde sind die Flügel der Menschen

Der alte Traum der Freiheit

 

Der Kirgise Aktan Arym Kubat hat uns bereits mit Filmen wie Beshkempir oder The Light Thief verzückt. Hier erzählt er die Geschichte eines Mannes, der ein friedliches Leben in der Bergwelt Kirgisistans lebt und dennoch spürt, wie die Zeiten sich ändern. Pferde verleihen ihm Flügel, und weil die stolzen Tiere heute immer mehr Handelsobjekte sind, klaut er ab und zu eines – nicht um Geld zu machen, nein: um gemeinsam die Freiheit zu träumen.

 

Ein Pferdedieb geht um am Rande von Bischkek, hoch oben in den Bergregionen der Hauptstadt Kirgisistans. Sonst passiert nicht viel in der kleinen Gemeinde, die doch so gross ist, dass sie einmal ein Kino besass. Dort öffneten Geschichten vom Krieg in Afghanistan, indische Bollywood-Märchen oder die Filme von Tolomush Okeyev aus der ehemaligen Sowjetunion Fenster zur Welt. Der frühere Filmvorführer Centaur lebt nach wie vor hier mit seiner gehörlosen Frau und dem kleinen Sohn. Doch sein friedliches Leben scheint zunehmend von Missgunst und Intrigen anderer bestimmt.

 

Centaur, gespielt vom Regisseur Aktan Arym Kubat selber, glaubt, dass das Volk der Kirgisen von den Zentauren abstammt, jenen mythologischen Mischwesen aus Pferd und Mensch, und dass die Pferde «die Flügel des Menschen» seien. In ruhigen Bildern und verschmitztem Spiel erzählt der kirgisische Regisseur seine allegorische Geschichte über das Zusammenleben von Mensch, Tier und Natur zwischen Glauben und Aberglauben, Moderne und Tradition. Das hat etwas Befreiendes, wohltuend Leichtes.

 

«Ein Leben als Zentaur: Der Kirgise Aktan Arym Kubat beschreibt märchenhaft und allegorisch das Zusammenleben von Mensch und Tier zwischen Glauben und Aberglauben, Tradition und Moderne.» Der andere Film

 

«Centaur hinterlässt den Eindruck eines wahres Märchens, das uns mit Anmut und Leichtigkeit daran erinnert, nicht zu vergessen, woher wir kommen.» Arte

 

«Centaur ist eine Art poetische Zeitaufnahme, die das Portrait einer Gesellschaft mitten im Umbruch entwirft.» 20minutes

 

«Ein humanistisches und poetisches Märchen.» Le Courrier

 

«Eine universelle Geschichte, mit einer Optik die außergewöhnlich und technisch einfach meisterhaft ist.» The Hollywood Reporter

 

«Kubat inszeniert diesen Konflikt in langen, sommerträgen Tableaus. Vor der überwältigenden Landschaft Kirgisistans, den endlosen Ebenen und schroffen Gebirgen, schrumpfen die Protagonisten zu kleinen Punkten. Mensch und Natur sind aus dieser Perspektive untrennbar miteinander verknüpft ... Vor allem aber atmet der Film jene Freiheit und Weite, aus der sich auch Centaurs Sehnsucht speist. Und auch das Publikum kann seinen Blick scheinbar ungezwungen umherschweifen lassen ... Eine wunderbare, kleine cineastische Kostbarkeit, die das Wesen dieser unspektakulären, surrealen Film­elegie beispielhaft charakterisiert.» Filmbulletin

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